22.03.26 –
Am 9. März 2026 versammelten sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger auf dem Ankerplatz in Stade, um unter dem Motto „Ohne uns steht alles still“ für feministische Gerechtigkeit und Gleichstellung zu demonstrieren. Initiiert vom Töchterkollektiv, setzte der Aktionstag ein klares Zeichen gegen strukturelle Benachteiligung von Frauen in Gesellschaft, Politik und Arbeitswelt. Vertreterinnen des Kreis- und Ortsverbands Stade von Bündnis 90/Die Grünen beteiligten sich mit Redebeiträgen und unterstrichen die Dringlichkeit politischer Maßnahmen.
Die Veranstaltung stand im Zeichen der Care-Arbeit, die nach wie vor überwiegend von Frauen geleistet wird – oft unbezahlt oder unterbezahlt. Bettina Deutelmooser, Mitglied des Ortsverbands Stade, betonte in ihrer Rede die systemische Verknüpfung feministischer Themen: „Ob Frauenarmut, unbezahlte Care-Arbeit oder fehlende politische Repräsentation – diese Probleme hängen zusammen. Die Arbeit von Frauen wird zu wenig gesehen, zu wenig bezahlt oder gar nicht entlohnt.“ Deutelmooser kritisierte zudem, dass der Internationale Frauentag in Niedersachsen weiterhin kein gesetzlicher Feiertag ist, obwohl er in anderen Bundesländern wie Berlin und Mecklenburg-Vorpommern bereits als solcher anerkannt ist. „Ein Feiertag wäre mehr als ein freier Tag – er würde Raum schaffen, um Gleichstellung sichtbar einzufordern“, so Deutelmooser.
Ein weiteres zentrales Thema war die zunehmende Frauenfeindlichkeit in sozialen Medien. Sofie Brunke von der Grünen Jugend Stade warnte vor der sogenannten „Manosphere“, einem Netzwerk, das frauenfeindliche Narrative verbreitet und gezielt Jugendliche in vulnerablen Lebensphasen beeinflusst. „Diese Gruppen etablieren ein Weltbild, in dem Frauen weder Meinungen noch Grenzen haben. Sie sind verfassungsfeindlich, denn Gleichberechtigung steht im Grundgesetz“, erklärte Brunke. Sie appellierte an die Zivilgesellschaft, solche Inhalte klar zu benennen und Jugendlichen zuzuhören.
Der Frauenstreik in Stade reiht sich ein in bundesweite Aktionen, die auf die anhaltenden Ungleichheiten in der Arbeitswelt, der politischen Teilhabe und der gesellschaftlichen Anerkennung von Frauen aufmerksam machen. Die Grünen in Stade unterstützen diese Forderungen und fordern konkrete Schritte, darunter die Einführung des 8. März als gesetzlichen Feiertag in Niedersachsen sowie Maßnahmen gegen digitale Gewalt und Hassrede.
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