
04.09.19 –
Die Stader Grünen lehnen die Bebauung des Waldgrundstücks an der Villa Kaisereichen kategorisch ab. „Als „grüne Lunge“ hat der Kaisereichen-Wald auch eine Bedeutung für das Kleinklima im Stadtgebiet und deshalb muss der Wald geschützt und gepflegt werden“, so die Forderung des Grünen Ortsverbandes Stade. Die Volksbank Stade-Cuxhaven als Eigentümerin plant dort zwei große Gebäude mit über 30 Wohnungen. Dafür soll ein wesentlicher Teil des Waldes geopfert werden, der die denkmalgeschützte Villa umgibt.
Der Verwaltungsausschuss hatte im Juni beschlossen, dass ein Bebauungsplan für das Gelände aufgestellt werden soll. Im Zuge der Aufstellung wird am 12. September die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung im Rathaus stattfinden.
Für die Grünen ist das Opfern der Waldfläche für die Bebauung ein absolutes No-Go. „Gerade in der aktuellen Klimakrise mit einer Zunahme der heißen Sommertage und fehlenden Niederschlägen ist der Wald wichtig“, betont Dr. Barbara Zurek, Fraktionsvorsitzende der Grünen Ratsfraktion. Die Biologin erinnert daran, dass wissenschaftliche Studien inzwischen die Notwendigkeit des Baum- und Waldschutzes für den Klimaschutz klar beweisen. „Wir müssen mit Wald sorgsam umgehen“, hebt Barbara Zurek hervor und erinnert daran, dass der Landkreis Stade ohnehin eine waldarme Region ist. Die alten Bäume seien ein wichtiger Teil des Ökosystems. „Der Wald ist ein wichtiger Lebensraum von Pflanzen, Tieren – und für uns Menschen. Er schenkt uns reine Luft, hält Regenwasser fest und trägt zu Grundwasserneubildung bei“, zählt Barbara Zurek auf. Die profitorientierte Bebauung des Waldgrundstücks ist nach Ansicht der Grünen kurzfristig gedacht und schadet dem Klima. Sie dient exklusiv ganz wenigen auf Kosten der Allgemeinheit.
Barbara Zurek weiter: „Die Demonstranten der „Fridays for Future“ ermahnen uns, endlich aktiv Maßnahmen gegen die Klimaerwärmung zu ergreifen. Da wäre die Zerstörung des alten Baumbestandes ein ganz falsches Zeichen“. Neupflanzungen können nach ihrer Ansicht den abgeholzten Wald nicht ersetzen. „Bis diese Neuanpflanzungen den entsprechenden Effekt für den Klimaschutz haben, sind mindestens 20 Jahre vergangen“, so ihr Fazit.
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2019 | Fraktion | Klimaschutz | Umweltschutz
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